Vortrag: 17:00 Uhr (Vortragsraum je nach Teilnehmerzahl)
Dipl.-Ing. Gerd Waning, Linde AG
„Experimentalvortrag zu Eigenschaften und Umgang mit Schutzgasen in der Wärmebehandlung“ (Kurzzusammenfassung s. Anlage).
Im Anschluss an den Vortrag haben Sie bei einem kleinen Imbiss Gelegenheit zu weiteren Fachgesprächen.
Mitgliedschaft in der AWT ist nicht Bedingung für eine Teilnahme.
Für die bessere Planung bitten wir um eine Rückmeldung über den Anmeldungslink in der Mail (falls nicht möglich, auch direkt per Mail) bis zum 10. März 2026.
Ein Teilnahmezertifikat für diese Weiterbildungsveranstaltung erhalten Sie über den Link in der Einladungsmail. Bitte ausgedruckt für die Bestätigung zur Veranstaltung mitbringen.
Die Teilnahme an der Veranstaltung wird im Rahmen der Rezertifizierung nach
DIN EN ISO 9712:2022-09 anerkannt.
Veranstaltungspauschale BTZ Rohr: 20,- € ; Überweisung mit Angabe der Firma/Namen an:
Flessa Bank Meiningen; IBAN DE16 7933 0111 0002 1000 61; Kennwort: AWT HK 4/26
Wir hoffen, Sie nehmen diesen Termin wahr, und bedanken uns im Voraus für Ihre Teilnahme.
Mit freundlichem Gruß
Martin Hofmann, Leiter AWT Härtereikreis Suhl _____________________________________________________________________________________________
Rückblick beim Besuch der Explosionsanlage 2007 mit dem DVS
Zündung der offenen Flamme in einem Graben und in einer gasgefüllten Kammer
In den 3 Monaten Betriebspraktikum bei MHW hatte unser Praktikant Gelegenheit neben den Standardabläufen in einem Materialprüflabor eine Vielzahl von Prüfverfahren zur Charakterisierung von Materialeigenschaften kennen zu lernen. Intensiver beschäftigte er sich u.a. mit Methoden zur Darstellung und Bewertung von Seigerungen in Stählen. Ein weiteres Thema waren Untersuchungen im Rahmen des Projektes „Green Steel“, das wir gemeinsam mit Dr. Andreas Peters von der Fa. Reinhold Mendritzki Kaltwalzwerke GmbH& Co.KG. initiiert haben. Mit Hilfe der Unterstützung von Herrn Röder konnten wir schon zeitnah nach dem Erhalt der Proben erste Versuche abschliessen, und die Ergebnisse auswerten. Wir freuen uns nach Abschluss dieser Etappe seines Studiums an der TU Ilmenau auf eine geplante weitere Zusammenarbeit mit Arnold Leonhard Röder im Rahmen seiner demnächst anstehenden Bachelorarbeit.
Zum Abschluss seines Betriebspraktikums überraschte uns unser Praktikant mit einem kleinen Dankeschön. Besonders eindrucksvoll sind die selbstgezogene Wismutkristalle als absoluter Hingucker.
„Es gibt Wichtigeres im Leben, als beständig dessen Geschwindigkeit zu erhöhen“
(Mahatma Gandhi)
Liebe Frau Kerstin Rätz,
nach nun fast 20 Jahren bei MHW gehen Sie am 01.02.2026 planmäßig in den wohlverdienten Ruhestand. Für diesen neuen Lebensabschnitt wünschen wir Ihnen alles erdenklich Gute. Geniessen Sie die freie Zeit mit der Familie und pflegen Sie Ihr spannendes Hobby –die Beobachtung von Sternen und Planeten-, das Sie mit Ihrem Mann und vielen Gleichgesinnten teilen.
Diese Wünsche sind auch verbunden mit einem großen Dankeschön für die langjährige erfolgreiche Arbeit bei MHW, Ihre Zuverlässigkeit und Kollegialität.
Nach Ihrem spontanen Arbeitsantritt 01.08.2006 nach einer kurzen telefonischen Bewerbung, arbeiteten Sie sich schnell in die Abläufe bei MHW ein, und qualifizierten sich im Bereich alter und neuer Prüfverfahren. Auch dafür vielen Dank.
Was anfangs nur als Halbtagsjob geplant war, entwickelte sich dann sehr schnell bis zu einer Vollbeschäftigung. Nachdem Sie bis zu diesem Zeitpunkt in einer kaufmännischen Tätigkeit beschäftigt waren, konnten Sie nun auch Kenntnisse aus Ihrer ursprünglichen Ausbildung bei MHW einbringen.
Wir freuen uns, dass Sie uns auch nach Ihrem regulären Renteneintritt durch eine Teilzeitbeschäftigung unterstützen werden.
Für Ihre sicher auch in Zukunft weltweise Reisetätigkeit möchten wir Ihnen eine kleine finanzielle Unterstützung als Dankeschön mit auf den Weg geben.
Danke für die geleistete Arbeit und immer einen wolkenfreien Himmel und einen guten Flug
das neue Jahr starten wir mit einem Vortrag zur Temperaturmessung. Fehler im Messsystem führen zu falschen Prozessabläufen und in der Folge zu fehlerhaften Produkten. Auch die Anlagentechnik kann bspw. durch Überhitzung zu einer vorzeitigen Materialermüdung bis zur Zerstörung wichtiger Komponenten führen. Folgen sind u. a. ein Energieverlust, Ausschuss und Nacharbeit sowie der Stillstand der Anlagentechnik. Die korrekte Temperatur ist für eine erfolgreiche Wärmebehandlung eine unverzichtbare Voraussetzung. Bei der Wärmebehandlung darf der Wert einer korrekten Temperaturmessung nicht unterschätzt werden. Herr Dipl.-Ing. Michael Taake, PhoenixTM GmbH Löhne, wird uns in seinem Vortrag von bekannten und unbekannten Fehlereinflussgrößen bei der Temperaturmessung berichten.
Vorankündigung:
Ich möchte auch gleichzeitig auf unsere Präsenzveranstaltungen am 12. März mit einem Experimentalvortrag zu Eigenschaften und Umgang mit Schutzgasen in der Wärmebehandlung von Dipl.-Ing. Gerd Waning hinweisen. Der Vortrag wird wieder am BTZ Rohr stattfinden. Es ist im Rahme dieser Veranstaltung analog 2013 ein Besuch der Gas-Simulationsanlage mit der sehr eindrucksvollen Vorführung von Explosionsbeispielen bei fehlerhaftem Umgang mit Gasen im Betreib und im privaten Umfelde geplant.
Das Werkstofftechnische Seminar im BTZ Rohr wird am 18.Juni stattfinden
Der Härtereikreis Suhl lädt Sie zum 3. Härtereiabend 2025/2026 herzlich ein.
Termin: Donnerstag, der 12. Februar 2026
Ort: virtuell
Tel. 036843/60206
Beginn:17:00 Uhr
Vortrag korrekte Temperaturmessung
Dipl.-Ing. Michael Taake, PhoenixTM GmbH Löhne
„Kleinigkeiten die nicht im Manual stehen“
Thermocouple shunting
Thermische Dämpfungsmassen für TUS Messungen
Elektrische Einstreuungen in Messfühler
Mitgliedschaft in der AWT ist nicht Bedingung für eine Teilnahme.
Für die bessere Planung bitten wir um eine Rückmeldung über den Anmeldungslink in der Mail (falls nicht möglich, auch direkt per Mail) bis zum 10. Februar 2026.
Teilnahmezertifikat für diese Weiterbildungsveranstaltung bitte per Mail anfragen.
Die Teilnahme an der Veranstaltung wird im Rahmen der Rezertifizierung nach
DIN EN ISO 9712:2022-09 anerkannt.
Ich hoffe, Sie nehmen diesen Termin wahr, und bedanken uns im Voraus für Ihre Teilnahme.
Teilnahmezertifikat für diese Weiterbildungsveranstaltung bitte per Mail anfragen.
Wir verwenden für das Webinar Microsoft Teams, zur Teilnahme ist keine Installation erforderlich. Sie können an einem beliebigen internetfähigen Gerät teilnehmen.
Sie haben Teams bereits installiert: dann können Sie über die vorhandene App teilnehmen.
Sie möchten Teams nicht installieren: wählen Sie „Stattdessen im Internet ansehen“, dann nehmen Sie über Ihren Web-Browser teil (anonyme Teilnahme)
Sie möchten Teams installieren: Microsoft bietet es vorübergehend teilweise kostenfrei zur Nutzung an. Diese Option sollte rechtzeitig vor dem Webinar von Ihnen geprüft werden
Wir hoffen, Sie nehmen diesen Termin wahr, und bedanken uns im Voraus für Ihren virtuellen Besuch.
Wir weisen darauf hin, dass die Einhaltung kartellrechtlicher Vorschriften“ während der gesamten Veranstaltung zu beachten sind.
es ist endlich soweit. Wir möchten Sie hiermit zu der bereits anlässlich des Werkstofftechnischen Seminars des AWT Härtereikreises Suhl angekündigten Informationsveranstaltung zur Teilnahme an einem Versuchsprogramm zum Thema „Green Steel“ einladen (s. a. Anlage). Die Idee ist ein Versuchsprogramm zu möglichen Eigenschaftsänderungen bei der Umstellung von konventionellem auf grünen Stahl am Beispiel des Werkstoffes 42CrMo4 bei unterschiedlichsten Fertigungsmethoden und Einsatzmöglichkeiten. Folgende Muster können für die vergleichenden Versuche zur Verfügung gestellt werden:
8mm: Warmband +U oder +AC
6mm: Warmband +U oder +AC oder Kaltband +AC
5mm: Kaltband +AC
Ein erste Informationsrunde hierzu findet am 3. Dezember 2025 als Teams-Sitzung um 17:00 Uhr statt.
Vielen Dank für den tollen Einführungsvortrag zum Thema Nitrieren an Frau Prof. Hoja. Gut, dass sich die zahlreichen Teilnehmer inzwischen auch trotz Glätte und Schnee problemlos virtuell zuschalten konnten. Ein weiterer Vortrag zu diesem komplexen Thema mit Frau Prof. Hoja ist bereits geplant.
Mit 47 Teilnehmern und der traditionellen Fachausstellung konnte auch in diesem Jahr das Werkstofftechnische Seminar des AWT Härtereikreises Suhl am Bildungscampus des BTZ Rohr-Kloster erfolgreich durchgeführt werden. Zur Begrüßung gab es vom Leiter des Härtereikreises einen kurzen Rückblick auf das vergangene Veranstaltungsjahr. Es wurden 5 virtuelle Härtereiabende und eine Präsenzveranstaltung gemeinsam mit dem DGZfP Arbeitskreis Thüringen und den 3 Bezirksverbänden des DVS in Thüringen durchgeführt.
Anschließend informierte Dr. Andreas Peters über eine gemeinsame Initiative der Reinhold Mendritzki Kaltwalzwerk GmbH & Co. KG mit dem Härtereikreis Suhl und MHW Schwarza zum Thema „Green Steel“. Dr. Peters erläuterte das Konzept dieser Initiative. Ausgangspunkt dieser Idee ist ein Vortrag zum Härtereiabend im Januar 2025 mit dem Titel „Vom Hochofen zur Direktreduktion – Die Zukunft der Stahlproduktion und (mögliche) Auswirkungen auf die stahlverarbeitende Industrie“. Interessierte Firmen können sich an einer produktionsnahen Versuchsreihe zur Untersuchung möglicher Einflüsse durch die aktuelle Umstellung in der Stahlerzeugung auf die Produktqualität beteiligen.
Thematisch passend zu dieser Ankündigung war auch das Thema des ersten Vortrages. Dr.-Ing. Dipl.-Wirt. Ing. Frank Hippenstiel von der BGH Edelstahlwerke GmbH berichtete von den Erfahrungen auf dem Weg zur Realisierung der nachhaltigen Herstellung und Anwendung von Sonder-Edelstählen. Seine Analyse des aktuellen Standes bei der geplanten CO2-neutralen Stahlproduktion zeigt sowohl die bisher möglichen Verbesserungen bei BGH, weist aber auch gleichzeitig auf den Berg noch offener Aufgaben hin, die zum Erreichen der anspruchsvollen Zielstellung – dem Erzeugen von tatsächlich „grünem“ Stahl – auch unter Berücksichtigung des internationalen Wettbewerbes zu bewältigen sind.
Im Anschluß gelang es Dipl.-Ing. Rainer Braun von der Burgdorf GmbH & Co. KG mit dem Thema „Moderne Abschrecköle für die LPC-Verfahrenstechnik“ den Teilnehmern in anschaulicher Form das breite Anwendungsspektrum der flüssigen Abschreckmittel und die Abhängigkeit deren Wirkung von Prozessparametern, wie bspw. Umwälzung und Temperatur, näher zu bringen. Neben der Erläuterung neuer Prüfmöglichkeiten zur weiteren Optimierung und Weiterentwicklung von Abschreckmedien in der Wärmebehandlung, wurden auch Ergebnisse zur Erweiterung der Bandbreite der Abschreckwirkung unter variierenden Druckbedingungen dargestellt.
Bei Kaffee und Kuchen konnten sich die Teilnehmer in der anschließenden Pause an den Ständen der Fachaussteller austauschen.
Das Thema Normung in der Wärmebehandlung ist ein wesentlicher Baustein für die Vereinbarungen zwischen Auftraggeber und Lohnhärterei. Immer wieder kommt es hier zu Missverständnissen, die aus Unkenntnis der gültigen Regelwerke resultieren. Arnold Horsch ist seit vielen Jahren als stellvertretender Vorsitzender des Normungsausschusses tätig und verfügt aufgrund seiner langjährigen Berufspraxis im Bereich der Wärmebehandlung und der Prüftechnik über ein fundiertes Fachwissen. Anhand von Praxisbeispielen gelang es ihm, das an sich trockene Thema „Normung“ näherzubringen und Fragen zu den, auch für einen Fachmann nicht immer nachvollziehbaren, Formulierungen zu beantworten. Außerdem wurden die Grenzen der Regelungen über Normen in der Praxis aufgezeigt. Als Ergänzung zu den Normen und Regelwerken sind eine klare und eindeutige Beschreibung der gewünschten Werkstoffeigenschaften in Form zusätzlicher Liefer- und Bestellvorschriften hilfreich und tragen zu einer erfolgreichen Wärmebehandlung bei.
Wie alle Referenten des diesjährigen Seminars war auch Dr. Matthias Steinbacher vom IWT in Bremen bereits mehrfach im Härtereikreis Suhl mit Vorträgen zu Gast.
Dieses Jahr hat er sich wieder dem Thema Einsatzhärten gewidmet und die Verfahren im Niederdruck und in der Gasatmosphäre verglichen. Inhalt des Vortrages war eine direkte Gegenüberstellung von Unterschieden und Gemeinsamkeiten der beiden Varianten. In der allgemeinen Erläuterung der beiden Einsatzverfahren und möglicher Variationen des Mediums beim Gasaufkohlen wurden die Einflüsse aus der Anlagentechnik, wie bspw. die Vorbehandlung, die Behandlungsdauer und auch der Energieverbrauch, erläutert. Im Ergebnis der jeweiligen Wärmebehandlung sind aufgrund der unterschiedlichen Prozessparameter auch Unterschiede in der Gefügeausbildung (bspw. Randoxidation, Korngröße) zu erwarten, die bei der Auswahl des geeigneten Verfahrens für das jeweilige Projekt zu berücksichtigen sind.
Prof. Dr.-Ing. habil. Olaf Keßler, Universität Rostock, übernahm den abschließenden Vortrag des Seminars. Der Referent beschäftigt sich in seiner wissenschaftlichen Arbeit bereits seit vielen Jahren mit der Wärmebehandlung von Aluminiumlegierungen, die im Vergleich zu Stahl in den Lohnhärtereien eine geringe Verbreitung hat. Der Härtereikreis Suhl hatte durch die regelmäßigen Vorträge von Prof. Kessler in den vergangenen Jahren immer wieder die Gelegenheit, sich über den aktuellsten Entwicklungsstand auf diesem Gebiet zu informieren. Dieses Mal gab es einen fachübergreifenden Vortrag aus dem Gebiet der additiven Fertigung eines AlSi10 im Pulverbett. Die erzielte Härte nach der Wärmebehandlung in Form einer konventionellen Ausscheidungshärtung führte lokal nicht zu den erwarteten und für diesen Werkstoff typischen Steigerungen. Durch die Einflüsse aus der Laseraufschmelzung kommt es zu unerwarteten Änderungen in der Mikrostruktur, die auf Grund der geringen Größe nur mit aufwendigen hochauflösenden Verfahren sichtbar gemacht werden können. Der Vortag und die anschließende Diskussion bestätigten die Erfahrung der letzten Jahre, dass das Interesse an der Wärmebehandlung von neuen Werkstoffen und additiv gefertigten Produkten und damit auch an Vorträgen zu diesen Themen zunimmt. Der Härtereikreis Suhl lädt aus diesem Gund bei Themen mit einer gemeinsamen Interessenlage auch regelmäßig Teilnehmer aus dem regionalen DVS-Verband ein.
Nach den Vorträgen und Diskussionen konnten die Gespräche sowohl an den Firmenständen als auch mit den Referenten beim Thüringer Buffett fortgesetzt werden.
Vielen Dank an alle Referenten, die auch eine lange Anreise nicht gescheut haben. Dass sie mit Ihren spannenden Themen aus unterschiedlichen Fachgebieten der Wärmebehandlung das Interesse der Teilnehmer trafen, wurde nicht zuletzt in den Diskussionsbeiträgen deutlich. Der Dank gilt ebenso den Fachausstellern und Sponsoren, dem bewährten Catering von Fa. Heller und dem Bildungscampus BTZ Rohr-Kloster, die mit Ihrem Beitrag das bewährte Veranstaltungskonzept des Härtereikreises Suhl seit vielen Jahren ermöglichen.
Martin Hofmann , Leiter AWT Härtereikreis Suhl
Bilder zum 23. Seminar 2025
Eröffnung durch Martin Hofmann ,Leiter Härtereikreis Suhl
10 Jahre Exkursion zum Seminar Schadensanalyse bei MHW in Schwarza am 29.07.2025
Seit 10 Jahren nutzen die Studenten aus dem Fachbereich Maschinenbau und der Werkstofftechnik der Friedrich Alexander UNI Erlangen Nürnberg die Einladung ihres Hochschullehrers Prof. Dr. Weidinger von der Fa. Brose Coburg zu einer Fachexkursion nach Schwarza zum MHW- Ingenieur und Sachverständigenbüro. In einer Nachmittagsveranstaltung haben sie Gelegenheit, ihre Kenntnisse auf dem Gebiet der Schadensanalyse anhand praktischer Beispiele zu vertiefen. Dieses Jahr erforderte die internationale Zusammensetzung der 20 Teilnehmer erstmalig eine englischsprachige Durchführung der Veranstaltung. Durch die Unterstützung von Prof. Dr. Weidinger, insbesondere bei der Erläuterung komplexer Probleme und bei der Diskussion mit den Studenten, wurde aber auch diese Herausforderung gemeistert. Dabei gab es Gelegenheit durch ergänzende Erläuterungen den Bezug zum Vorlesungsstoff der letzten Semester herzustellen. Die gemeinsame Anreise wurde erstmalig durch die Unterstützung der Hochschule mit einem Bus ermöglicht.
Bei beiden Prozessen handelt es sich um eine Korrosion in Form anodische Prozesse der Metallauflösung. Die Prozesse finden in Zusammenhang mit zu hohen Strömungsgeschwindigkeiten statt. Der Unterschied zwischen beiden Varianten ist Ihre ihrer Wirkungsweise.
Die Hauptschädigung bei der Kavitation entsteht durch eine mechanische Überbeanspruchung der Schutzschicht an der Oberfläche infolge einer Implosion von Gasblasen bei sehr hoher Geschwindigkeit. Die Herkunft des Begriffes „Kavitation“ aus dem lateinischen „cavitare“ (d.h. aushöhlen) beschreibt sehr treffend das Erscheinungsbild dieser Korrosionsart mir der Bildung von vielen einzelnen muldenförmigen Vertiefungen. Bei der Erosion führt eine zu hoher Strömungsgeschwindigkeit bevorzugt im Bereich mit einem beschränkten Durchfluss oder einer Änderung der Strömungsrichtung zu einem permanenten Materialabtrag durch Turbulenzen. Dieser Effekt wird durch abrasiv oder korrosiv wirkende Inhaltsstoffe im Medium bzw. durch Gasblasen verstärkt.
In der Praxis tritt der Schädigungsmechanismus bevorzugt an Querschnittsänderungen und Abzweigungen in den Leitungssystemen auf, und bleibt i.d.R. bis zum Wandungsdurchbruch unerkannt. Um teure Folgeschäden durch einen Wasseraustritt zu vermeiden, sind bei der Installation einige Regeln zu beachten. Die Strömungsgeschwindigkeit (auch in den Zirkulationsleitungen) ist zur Vermeidung von Turbulenzen und an kritischen Stellen nach DIN 1988 T3 auf 0,5 m/s zu begrenzen.
Beim Trennen von Rohrabschnitten sind fertigungsbedingt Gratbildungen als Ursache für die Bildung von Wirbeln zu entfernen.
Beispiel 1
Im Bereich des Überganges einer Querschnittsminderung kommt es üblicherweise zu einer Erhöhung der Strömungsgeschwindigkeit. Im vorliegenden Fall ist außerdem eine Änderung der Strömungsrichtung vorhanden. Durch die Überschreitung der kritischen Strömungsgeschwindigkeit kommt es durch Turbulenzen zur Erosionskorrosion. Der permanente Materialabtrag der Schutzschicht führt schließlich zum Wandungsdurchbruch. Der nicht entfernte Grat begünstigt in diesem Fall den Schadensverlauf.
Bild 1: Winkel mit Wandungsdurchbruch an einem Grat
Bild 2: Wandungsdurchbruch hinter dem Grat (in Strömungsrichtung) und gestörter Schutzschicht
Bild 3: Wandungsdurchbruch
Bild 4: Lötstelle mit Grat, Erosion des Grundwerkstoffes am Bogen
Beispiel 2
Bild 2: Schadensbild am T-Stück
Beispiel 3
Bild 4: Wandungsdurchbruch
Bild 6: Wandungsdurchbruch durch Materialabtrag und Störung der Schutzschicht